JAMES GARNER - SEINE TV-SERIEN

HIS TV - SHOWS

Obwohl James Garner einst als Kinostar begonnen hatte, war er schon früh in seiner Karriere auch dem TV nie abgeneigt und letztendlich feierte er dort seine größten Erfolge, die ihn weltweit berühmt und legendär machten. Schon seine erste Serie "Maverick" wurde ein Riesen - Erfolg und noch heute ist sie sehr bekannt und James Garner wird immer wieder mit der Rolle in Zusammenhang gebracht. Und immer wieder in seiner Karriere läßt er es sich nicht nehmen, in diese Rolle zurückzukehren. Nach dem Ende der Serie 1962 schlüpfte er 1978 für den TV-Reunion "Die Rückkehr der Mavericks" erneut in eine seiner beiden Paraderollen. Auch dieser Film  war wieder ein Erfolg. Nur ein jahr später startete dann die kurzlebige Weiterführung "Bret Maverick", worin Garner erneut den smarten Spieler darstellte. 1994 spielte er in der Kinofilm-Neuauflage "Maverick" erneut mit, diesmal allerdings als Zane Cooper. Bret Maverick wurde von Mel Gibson gespielt.In Deutschland ist diese Serie nicht sehr bekannt, was daran liegt, dass sie seit mehr als 40 Jahren nicht mehr ausgestrahlt wurde. Angeblich sollen die deutschen Bänder als verschollen gelten. In Deutschland wurden von den 124 Folgen sowieso nur 20 Folgen synchronisiert. Witzig ist, dass "Maverick" auf 124 Folgen kam, genausoviele Folgen kam auch "Detektiv Rockford"

1971 spielte er eine Rolle, die der des "Maverick" nicht ganz unähnlich ist. In der Serie amüsanten, neuzeitlichen Westernserie "Ein Sheriff ohne Colt und Tadel" ("Nichols") spielte Garner den Stadt-Sheriff Nichols, der auf seinem Motorrad im Jahre 1914 in der Stadt für Recht und Ordnung sorgte. Doch die Serie sollte kein Erfolg werden. Nach nur einer Staffel mit 24 Folgen wurde die Serie eingestellt - und das sehr ungünstig, da Nichols in der letzten Folge erschossen wurde und sein Zwillingsbruder in Staffel 2 auftauchen sollte und seinen Part übernehmen sollte - natürlich auch von James Garner dargestellt - aber dazu kam es ja leider nicht mehr.

Doch der Misserfolg von "Nichols" erwiess sich letztendlich als Glück für James Garner. Denn kurze Zeit später bot man ihm die Rolle des smarten Privatdetektiven James Rockford in "Detektiv Rockford - Anruf genügt" ("The Rockford Files") an. Die Serie wurde nach "Maverick" zu seinem zweiten Riesen-Erfolg seines Lebens. Ganze 6 Jahre lang kämpfte er such durch die unmöglichsten Klienten, wurde von sogenannten Freunden gernervt uns ausgenutzt, ehe die Serie inmitten der 6. Staffel durch einen Streit zwischen Garner und den Produzenten beendet wurde - und das, obwohl die Quoten noch sehr gut waren. Die Serie wurde auch in Deutschland  ein Riesenerfolg und wurde mehrfach auf den Sendern wiederholt. Die Serie zählt heute weltweit zu den erfolgreichsten und bekanntesten Krimiserien der 70ger Jahre. 1994 kehrte Garner für 8 abendfüllende Spielfilme in seine zweite Paraderolle zurück. 1999 war denn entgültig Schluß mit Rockford.

Wenige Monate später kehrte er als "Bret Maverick" wieder auf die Mattscheibe zurück. Eigentlich wollte Garner sich eine längere Pause gönnen, doch Juanita Bartlett, einer jener Produzentinnen, mit der er sich immer sehr gut bei "Rockford" verstanden hatte, machte ihm ein Angebot, dass er nicht ablehnen konnte - wieder "Bret Maverick" zu sein. Die neue Serie sollte keine Neuauflage werden, sondrn eine Fortführung, worin "Maverick" als auch "Die Rückkehr der Mavericks" spielen. Ursprünglich wollte man solche Serie bereits 1979 machen, allerdings mit Charles Frank als Ben Maverick, der bereits in "Die Rückkehr der Mavericks" spielte. Auf Ben Maverick sollte die neue Serie aufgebaut werden, doch der Pilotfilm "Mavericks großes Spiel" ("Young Maverick") kam bei den Zuschauern nicht an. Ein Maverick ohne James Garner wollte der Zuschauer wohl nicht. Für "Bret Maverick" gelang es Garner, auch Stuart Margolin ("Angel" aus "Rockford") in einer ähnlichen Rolle wie Angel an Bord zu holen. Trotz netter, cleverer Stories mit Spannung und Witz fand die Serie kein Prublikum. Das problem war wohl einfach, dass Anfang der 80ger der Wilde Westen tot war, im Kino und auch im TV. So wurde die Serie nach nur einer Staffel mit 18 Folgen wieder eingestellt - und James Garner kam letztendlich nun doch zu seiner Schaffenspause an TV-Serien. Immerhin war er von 1971 - 1982 dauerhaft im TV präsent gewesen in 3 verschiedenen Serien.

Es dauerte 3 Jahre, ehe James Garner wieder eine TV-Serie machte, diesmal keine reguläre 45-Minuten-Serie, sondrn eine Miniserie. Auf den Bestseller von James A.Michener folgte eine Verfilmung des Stoffes, dass unter "Space - Ein Mann greift zu den Sternen" heißen sollte. Im halbdokumentarischen Epos erzählt diese 5 teilige Miniserie (Spieldauer pro Teil zwischen 100 und 150 Min.) von inmitten des 2. Weltkrieges, bis zur Atombombe auf Hiroshima und die ersten Gehversuche im Weltraum. James Garner spielte neben vielen Stars wie z.B. Michael York, Beau Bridges, Wolf Kahler oder Susan Anspach den Senator Norman Grant, der zu Anfang der Miniserie nur ein einfacher Mann war und man quasi auch seine Erfolgsgeschichte miterlebt. James Garner selbst ist, wie er in seiner Autobiographie schrieb, kein Freund von Miniserien - zumindest was das Drehen angeht.. Diese Miniserie wurde zu einem ordentlichen Erfolg.

Im Jahr 1991 spielte James Garner in der Sitcom "Man of the People" neben Kate Mulgrew ("Star Trek-Voyager") die Hauptrolle. Garner spielte darin einen Betrüger, der sich mit List und Geschick einen freien Platz im Stadtrat ergaunert und seitdem das Rathaus gehörig auf den Kopf stellt. Diese Sitcom floppte allerdings, so dass sie nach nur 10 Folgen aus dem Programm genommen wurde, wobei 12 Folgen insgesamt produziert wurden. In Deutschland wurde diese Serie nie ausgestrahlt.

14 Jahre dauerte es, bevor Garner wieder zu einen seiner Lieblingscharakteren zurückkehrte. Und hierbei war es so, als würde man nach Hause kommen zu alten Freunden. James Garner kehrte 1994 als Privatdetektiv James Rockford zurück. Universal und die Fans - wie auch Garner selbst wollten unbedingt gerne nochmal Rockford sein - aber es sollte keine einmalige Rückkehr bleiben, es waren 4 TV-Filme in der Länge von 90 Minuten, netto vorgesehen. Alle 4 Filme wurden zu einem ordentlichen TV-Erfolg, woran auch die Tatsache, dass man viele der alten Stars wiedergewinnen konnte und auch einige klassische Dinge, die die Serie ausmachten, wie seinen Firebird, sein schrottreifer Trailer - und natürlich Paradise Cove selbst. Nach den 4 Filmen entstanden insgesamt weitere 4 Filmne in unregelmäßigen Abständen. Bis 1999 wurden diese Rockford Movies gedreht,die letzten beiden waren allerdings quotenmäßig sehr bescheiden, weswegen alle in Einigkeit darüber abstimmten, mit der Reihe aufzuhören. James Garner wollte mit seinen 71 Jahren auch nicht mehr unbedingt weitermachen. Der Film "Nur Blut verkauft sich gut"  ("If it bleeds...it leads") ist somit bis heute das letzte, was man von Jim Rockford gehört hat.

1995 schwang sich James Garner wieder in den Sattel - diesmal nicht als Bret Maverick, sondern als  Captain Woodrow F. Call in den verfilmten Roman von "Streets of Laredo" ("Der letzte Ritt") von Larry McMurtry. "Der letzte Ritt" zählt zu einer größeren reihe von McMurtreys Romane um Woodraw Call, der vorher von Tommy Lee Jones und Jon Voight dargestellt wurde. In dieser dreiteiligen Miniserie macht sich Woodrow Call auf der Suche nach den Tätern, die einen Zug ausgeraubt haben. Call reitet zusammen mit dem unerfahrenen Buchhalter Brookshire zusammen. Der letzte Ritt ist auch der Abschluß der Western-Reihe um Woodrow Call von Larry McMurty

Im Jahre 2000 kam James Garner in der Krankenhaus-Serie "Chicago Hope: Endstation Hoffnung" unter. Die einstige Erfolgsserie hatte seit längerem mit den Quoten zu kämpfen und James Garner sollte dies än dern. Er spielte darin den Boss von dem Krankenhaus, Hubert Miller, der aber nur "Hue" genannt wird. Doch Garner konnte die Quoten-Talfahrt auch nicht mehr stoppen, so dass die Serie mit der 6. Staffel beendet wurde. Garner spielte in den letzten 4 Folgen der Serie mit. Garner bedauerte die Einstellung der Serie und hätte gerne noch eine Staffel mehr gemacht.

Nach dem Aus der Serie bekam Garner gleich ein neues Angebot - ein aussergewöhnliches Angebot. Er bekam eine der Hauptrollen in einer neuen Serie, worin man ihn nicht sieht, sondern nur hört. Es handelt sich um die Zeichentrickserie "God, the Devil & Bob" worin James Garner keinen geringeren als Gott spielte.

Die Serie handelt von Gott (im Original gesprochen von James Garner) und dem Teufel (gesprochen von Alan Cumming), die eine Wette über das Schicksal der Welt machen. Gott will die Menschheit vom Antlitz des Planeten wischen und neu zu beginnen, aber er erkennt, dass er "nicht diese Art von Gott ist." Der Teufel kommt um eine Person zu wählen, und wenn diese Person nicht nachweist, sie haben die Welt ein besserer Ort, Gott wird die Welt zu zerstören. Die Serie wurde kein sonderlicher Erfolg und nach der ersten Staffel (13 Folgen) wurde diese auch nicht fortgesetzt.

James Garners nächste TV-Serie folgte 2002. Diesmal spielte er Thomas Brankin,  den Chef einer Richter-Gilde, der sich zusammen mit seinen Kollegen über die Urteile der Angeklagten unterhält und jeder von Ihnen hat gleichzeitig noch sich um seinen eigenen Probleme zu kümmern. Die Serie war mit James Garner, Joe Mantegna, Charles Durning und Joe Flanigan recht gut besetzt, aber bei den Zuschauern wollte die Serie einfach nicht ankommen, so dass sie bereits nach nur einer Staffel (13 Folgen) nicht verlängert wurde. In Deutschland wurde diese Serie bis heute nicht ausgestrahlt.

Eigentlich wollte sich James Garner nach dem Flop von "First Monday" sich von TV-Serien zurückziehen, doch es kam anders. Als ihm eine Hauptrolle in der Sitcom "Meine wilden Töchter" ("8 simple Rules for Dating my Teenage Daughter") angeboten wurde, sagte Garner zu. Es kam dazu, weil der Hauptdarsteller der Sitcom, John Ritter plötzlich verstorben war und die Serie nun eine neue männliche Hauptfigur brauchte, die von einem bekannten Star gespielt werden mußte. James Garner wurde ab der 2. Staffel als Schwiegervater von John Ritter, dem Pensionär Jim Eagan, in die Serie eingeführt. In der Sitcom geht es um Eltern, die alle Hände damit zutun haben, ihre heranwachsenden Töchter vor dem Erwachsenwerden zu bringen versuchen, wobei sich besonders der Vater alles daransetzt, dass die Töchter auch ja keine Jungs ins Haus bringen. Die Sitcom, die in der 1. Staffel dank des bekannten Komikers John Ritter sehr gute Quoten einfuhr, schwächelte leider in der 2. Staffel. Der Verlust von Ritter und die dadurch resultierende, leichte Konzeptänderung sorgte dafür, dass die Serie mehr als die Hälfte ihrer Zuschauer verlohr. Trotzdem wurde der Serie nach der 2. Staffel eine 3. Staffel genehmigt. Die Quoten der bissigen Sitcom konnte diese Staffel auch nicht mehr verbessern, weswegen die Serie danach eingestellt wurde. James Garner hatte im Verlauf der Sewrie durch einen gefährlichen Sturz, der privat passiert war, auch noch körperliche Gebrechen gehabt.  Die Verletzung wurde in die Serie eiungebunden - Garner wollte unbedingt weitermachen, wenngleich er in der Staffel auch nahezu nur sitzend agieren konnte. Gerade die bissigen Dialoge zwischen James Garner und David Spade, der ebenfalls ab Staffel 2 eingeführt wurde, hatten die Serie in meinen Augen zu etwas besonderem gemacht. Garner schätzt Spade noch heute sehr als Schauspieler.  Nach dem Aus dieser Serie verkündete Garner, das sich sich aus dem Seriengeschäft zurückzieht, da sich Garner nie ganz von diesem Sturz erholt hatte.